Ev. Kirche Lennep

Protestantische Predigtkirche des 18. Jahrhunderts

eingang k Vor der Reformationszeit war die Kirche von Lennep eine Pfarrkirche im Dekanat Deutz, unterstellt dem Probst von St. Kunibert in Köln. Sie erhielt das Patrozinium des St. Nikolaus und war eine Kirche auf dem mittelalterlichen Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Die Entwicklung zur protestantischen Pfarrkirche war um 1540 abgeschlossen.
Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1746, dem auch die Evangelische Stadtkirche zum Opfer fiel, wurde sie von 1750 bis 1756 als protestantische Predigtkirche im sogenannten „Bergischen Typus“ der Barockzeit errichtet. Diese repräsentativen Hallenkirchen waren seit Ende des 17. Jahrhunderts in der Bergischen Region entstanden. Beispiele in der Nachbarschaft von Lennep sind die alte reformierte Kirche in Elberfeld (1689) und die Evangelische Kirche von Lüttringhausen (1734-35). Mit 27 x 18 m Grundfläche gehört die Lenneper Stadtkirche zu den großen Predigtkirchen des Bergischen Barock.
Zum „Bergischen Typus“ gehört die Anlage als recht-eckiger Predigtsaal mit angebautem Sakramentshaus an der Ostseite analog früherer Chorraum-Gestaltungen, die Inneneinrichtung mit umlaufenden Emporen und der Prinzipalaufbau von Altar, Kanzel und Orgel an der Ostseite als Hauptstück der Verkündigung.
   beleuchteter kirchturm2011 01

 

Literatur